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Hallo zusammen, oh je was hat mich der heutige Auftrag Nerven gekostet! Die ältere Dame hatte mir am Handy erzählt, dass das Dach ihrer Garage undicht ist. Was sie mir nicht sagte, dass sie einen Hund hat. Der Köter ist ein irischer Wolfshund, ein bellendes Kalb und hört auf den Namen Edgar. Ich habe eine totale Angst vor Hunden. Also ihr könnt euch nicht vorstellen wie mir zumute war, als ich diesem Riesentier gegenüberstand. Die Garage der Auftraggeberin ist direkt an das Haus gebaut, so wie man es in den 60ern gerne getan hat. Kaum war ich auf dem Dach, da sah ich schon was los war: Das Blech war total verrostet und  musste ausgetauscht werden. Ich wollte über die Leiter runtersteigen doch stand er: Edgar, der irische Wolfshund. Erst wollte ich das Problem aussitzen, doch als ich den Fuß auf die erste Sprosse setzte bellte der Megahund los. Nach einer Stunde kam die gute Frau wieder!

 

Hallo zusammen, endlich war es soweit. Ich habe meinen Chef gekündigt und bin selbständig. Im Vereinsheim von unserem Fußballclub gab es mit meinen ehemaligen Kollegen einen feuchtfröhlichen Ausstand. Am nächsten Morgen war es schon ein seltsames Gefühl, nicht mehr in die Berufsbekleidung zu schlüpfen und zu der Firma zu fahren, in der man seit Jahren angestellt. Dafür hatte ich gleich meinen ersten Auftrag. Bei einer größeren Wohnanlage gab es einiges für mich zu tun. Eines habe ich bei meinem Ex-Chef gelernt: Eine ordentliche Berufsbekleidung ist unglaublich wichtig. Die Kunden achten sehr darauf, ob man in einem sichtbar uralten Blaumann angefahren kommt, oder in neuer und sauberer Berufsbekleidung zu ihnen kommt. Ich habe mich dafür entschlossen, Geld in mein Arbeitsoutfit zu investieren. Bei meiner Premiere als Selbständiger lernte ich auch gleich etwas dazu. Hausmeister gibt es nicht mehr, diese Herren heißen jetzt Facility Manager. Was bin ich dann eigentlich? Chief Manager, Work Manager? Egal, Hauptsache ich habe Aufträge. Als ich heute verstopfte Abflussrohre freimachte wurde auch meine Berufsbekleidung ganz arg verschmutzt. Zum Glück habe ich mir genügend Berufsbekleidung angeschafft, da macht dann so eine Aktion weniger aus. Sechs Stunden werkelte ich heute rum, dazwischen klingelte das Handy und morgen muss ich zu einer älteren Dame. Ich bin fix und fertig. Eigentlich sollte ich noch meine erste Rechnung schreiben. Eigentlich...

Hallo zusammen, langsam habe ich die Rennerei zu den Behörden satt. Da wird man nicht nur müde, sondern auch arm. Unglaublich, die verlangen für jedes Blatt Papier eine Gebühr. Über Handwerker und ihre Preise für Notdienste an Sonn- oder Feiertagen soll keiner mehr schimpfen, die Behörden sind auch gut dabei, wenn es um das Geldverdienen geht. Was mich aufregt, dass alle immer dieselben Daten von mir haben wollen. Wir leben doch im Zeitalter vom Internet, warum können die verschiedenen Behörden nicht untereinander ihre austauschen. Ich habe einmal gelesen, dass in Australien und Neuseeland innerhalb weniger Stunden man sich beruflich selbständig machen kann. Tja, Down Under gehen die Uhren scheinbar schneller.....

Hallo zusammen. Oh je, ich sag es Euch die ganzen Behördengänge machen mich noch fertig. Vor allem muss ich dafür frei nehmen oder krank machen, damit die Kollegen und mein Chef nicht dahinter kommen, was ich vorhabe. Mich reizt die Selbständigkeit immer mehr. Vor allem wird es immer konkreter, dass unser Chef die Firma an einen Mitbewerber verkaufen will. Tja, da werde ich wohl nicht mit dabei sein. Zuvor hänge ich dort meine Berufsbekleidung an den Nagel. Derzeit mache ich mir einen Businessplan, so hat es mir der Existenzgründerberater von der HWK empfohlen. Da muss ich alles rein schreiben, was für den Start meiner Firma notwendig ist: Werkzeug, Verbrauchsmaterialien, Berufsbekleidung, Briefpapier, Computer und Dinge, die für mich bisher selbstverständlich waren. Tja, es ist ein steiniger Weg sein eigener Chef zu werden, aber ich will und muss es einfach versuchen. Wie sagt ein altes Handwerkersprichwort so schön: Es wird schon schief gehen!

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